Samstag, 19. November 2016

Field Trippin'

Here goes another one.
Ich möchte mich gar nicht mehr dafür entschuldigen, dass ich so inaktiv bin... Ich gebe zu, ich bin mehr damit beschäftigt Japan zu genießen und eventuell auch etwas mit der Uni. Außerdem hat sich mein Kosmetikkonsum tatsächlich erheblich runtergeschraubt (weg ist er nicht, just sayin' :D), was natürlich das Gesprächsmaterial auf diesem Blog deutlich senkt. Für einen japanischen Skincare-Post ist es definitiv noch zu früh, da ich die Produkte erst umstelle, wenn etwas anderes leer ist und meinen Pinselraubzug plane ich noch etwas... ;)
Bis dahin bombardiere ich euch einfach weiter mit Fotos aus Japan, dieses Mal von einem Field Trip, den wir mit unserer Uni unternommen haben. Wir waren in der Nachbarpräfektur Okayama und sind zunächst nach Kurashiki, einer kleinen Stadt mit historischem Stadtteil. Danach gings natürlich zur Burg Okayama, inklusive Garten. Wie auch Hanami, wird in Japan die Herbstfärbung der Blätter (Momiji) gefeiert und viele der schönen Gärten laden zum Spazieren ein. Nara soll zu dieser Jahreszeit ebenfalls ein Traum sein (ist aber auch sonst zu empfehlen!).
Für Japanreisende, die sich nicht nur die großen Metropolen anschauen wollen, kann ich sowohl Okayama, als auch Kurashiki wärmstens empfehlen. Vielleicht auf der Durchreise Richtung Hiroshima. Einen längeren Aufenthalt würde ich rein aus touristischer Neugier nicht unbedingt empfehlen, aber den Tag lässt es sich auf alle Fälle gut verbringen. Von Kobe braucht man per Bus/Auto ca. 2 Stunden, meines Wissens ist es aber auch möglich mit JR (also Zugverbindung) zu beiden Städten zu gelangen.
Unser Tag begann im Bus nach Kurashiki, welches aus Sicht von Kobe etwas hinter Okayama liegt. Die Kleinstadt verfügt wie bereits erwähnt über einen historischen Ortskern mit kleinem Kanal, Tempel, Schrein, Museen und vielen vielen kleinen Geschäften für Souvenirs. Es lässt sich wirklich schön durch die Gassen bummeln, auch wenn ich zugeben muss, dass der Ort für Japan-Erfahrene wohl wenig Neues bietet. Für einen gemütlichen Vormittag und einer eventuellen kleinen Bootstour auf dem Kanal (500¥ für ca. 20 Min.) lohnt sich der Besuch aber durchaus, wenn man eh auf der Durchreise sein sollte.
Das Highlight unseres Ausflugs und leider etwas zeitlich knapp bemessen war der Besuch an der Burg Okayama. Auf der einen Seite eine großzügige Parkanlage, zu Fuß über eine kleine Brücke kommt man zur Burg selbst. Wir hatten rund 2 Stunden Zeit und haben es kaum geschafft den gesamten Park zu bewundern um dann noch genügend Zeit für die Burg zu haben. Besonders gefallen haben mir übrigens die Installationen mit den Schirmen! Darunter befinden sich Lampen, die bei Nacht eingeschaltet werden. Leider blieben wir nicht lange genug um uns das Lichtspiel anzuschauen. Dank Herbstlaub konnten wir ein paar tolle Farbspiele in der Landschaft bestaunen bevor es rauf zur Burg ging.
Aus dem sechsten Stock der Burg hat man einen tollen Blick über den Park als auch nach Okayama rein, wo man die typische japanische Stadt mit blinkenden Reklamen und piependen Ampeln erblicken kann. Es gibt einen englischen Guide, die Beschriftungen der Ausstellungsstücke sowie Historie der Burg sind allerdings alle auf Japanisch, ein Reiseführer oder Sprachkundigen mitzubringen wäre also empfehlenswert.
Meine persönlichen Highlights waren übrigens die Gruppe an älteren Herrschaften, die uns unbedingt unter den roten Herbstblättern fotografieren wollte (ich habe natürlich zurück gestalkt, siehe unten), die traditionellen Kimonos, die ich und zwei Freunde anziehen durften, obwohl wir eigentlich zu spät dafür waren (immer nur 5 Leute in der Stunde und nur bis 16:00), ein Foto davon findet ihr auf Instagram, sowie eine Katze, die durch den Garten schlich. Bei Katzen in Japan setzt mein Hirn immer etwas aus, da hier idR nur Menschen mit Hunden unterwegs sind.

Vielleicht etwas Off-Topic, aber weil man das natürlich schon häufiger gefragt wird: Natürlich gibt es Dinge, die ich aus Deutschland vermisse. Meine Eltern (das sage ich nicht nur, weil ich weiß dass Papa das hier liest :D), mein Katerchen, Pferde, Freunde sowie einiges an Essen. Andererseits ist man über das Internet stets mit allen verbunden (die flauschigen Gefährten mal ausgenommen) und beim Essen erprobe ich mich halt mit meinen Kochkünsten. Mal abgesehen davon gefallen mir japanische Innenstädte einfach deutlich besser als deutsche. Ich war in Deutschland nie ein großer Bargänger und Clubs habe ich sowieso gemieden. In Japan gibt es eine viel größere Barkultur mit vielen, vielen kleinen Pubs, Kneipen und Lädchen, die einfach so viel entspannter sind als alles, was ich so in Deutschland gesehen habe.

Fun Fact: Während dieser Post entstand ereignete sich ein Erdbeben. Auch etwas, an das man sich irgendwie gewöhnt, vor allem wenn man den Verkehr vor der Tür einfach weitergehen hört.

Nach diesem wunderbaren Themensprung also ein kurzes Fazit:
Ja, ich bin immer noch unglaublich gerne in Japan und würde es für nichts in der Welt tauschen. Ja, ich würde definitiv empfehlen mir Okayama anzugucken, Garten und Burg sind wirklich einen Besuch wert! Wer Zeit hat und bei wem es auf dem Weg liegt sollte sich auch ein-zwei Stündchen Zeit für Kurashiki nehmen, einen einzelnen Trip wäre es aber wohl nicht wert.
Fotos folgen wie immer hier drunter. Ansonsten wünsche ich euch ein schönes Wochenende,
Bis demnächst!

Kurashiki
 Okayama

Kommentare:

  1. Ohhh die Bilder sind so toll! Japan ist schon ganz was anderes, als Europa. Irgendwie hat das immer so etwas unwirkliches und man glaubt wohl erst, dass es da so aussieht, wenn man selbst einmal dort war.
    Dass du momentan anderes zu tun hast, als zu bloggen ist doch klar! Japan anschauen ist aber auch bestimmt etwas ganz tolles ;) Auf deine japanische Skincare bin ich aber dennoch schon einmal gespannt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja auf alle Fälle, ja aber dann ist es irgendwie genau so, wie auf den Bildern und Videos und trotzdem ein bisschen besser. Ein komisches Gefühl. c:

      Löschen
  2. Hach, sieht es da toll aus!
    Meine Schwester ist grad auch in Japan (frag mich nur nicht, wo genau im Moment. Das ändert sich ja alle paar Tage ^^), und wenn Sie Bilder schickt, find ich das immer wieder cool, wie anders, und in manchen Bereichen doch wieder ähnlich, dort alles ist :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Haha, na Hauptsache Japan würde ich fast sagen! ;D
      Ja es gibt echt Sachen, die sind hier gerade für Deutsche irgendwie leicht verstehbar und man kommt schnell in gewisse Habita. Andererseits gibt es auch immer wieder Sachen, vor denen man steht wie die Kuh im Dorf. :'D

      Löschen
  3. Mal wieder wundervolle Bilder! Und schön, dass du uns trotz oder dank des schwindenden Konsums daran teilhaben lässt. Ich schau mir die Beiträge sehr gern an <3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke dir, das freut mich sehr zu hören!! c:

      Löschen
  4. Naaaawwww wieder ein toller Post von dir mit wunderschönen Bildern! *_*
    Hach, ich wäre auch so gerne dort... Mal schauen, wann ich mir diesen Traum erfülle ^.^

    AntwortenLöschen