Dienstag, 27. Dezember 2016

Half a Teatime

Guten Abend meine Lieben,
Ein Weilchen habe ich diesen Post rausgezögert, da mir schon klar war, dass das viel Text werden wird. Heute geht es um die klassische Teezeremonie bzw. um deren Grundlagen, die ich momentan nach und nach lerne. Gleich vorweg: Ich erhebe absolut kein Anspruch auf Vollständigkeit, genau so wird das hier keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, da diese definitiv mehr als nur einen Rahmen sprengen würde. Ferner bin ich momentan dabei die grundlegendste und simpelste Form der Zubereitung zu lernen und der Ablauf variiert, je nach benutzen Utensilien, Gastanzahl und Anlass. Ich möchte euch also jeglich einen kleinen Einblick in das Gelernte darlegen.
Als nächstes ein kurzes Wort zu den Fotos: ich habe sie während der normalen Unterrichtseinheit aufgenommen, darauf bedacht den Ablauf so wenig wie möglich zu stören. Außerdem darauf achtend, keine Gesichter mit zu fotografieren. Von daher wirken die Bilder vielleicht etwas abgehackt oder aus einer leicht schrägen Perspektive. Ich hoffe dennoch, dass euch die Fotos etwas helfen euch in die Situation im Tatamizimmer (aka ein Zimmer, welches mit Tatamimatten ausgelegt ist) zu verdeutlichen.
Wir arbeiten stets mit zwei Kochern, damit zwei Schüler gleichzeitig üben können. Dabei sind wir tatsächlich eine ganz gemischte Gruppe und auch Gaststudenten, also bereits pensionierte Herrschaften nehmen teil. Die Blumen, die kleine Vase und das Wandbild werden jedes Mal neu drapiert und entsprechen meines Wissens nach in der Regel den Jahreszeiten. Die verwendeten Kessel werden auf den kleinen Herden erhitzt und mit Wasser gefüllt. Dabei wird das entnommene Wasser nach jeder Zeremonie wieder aufgefüllt. Ich arbeite bis jetzt aber jeglich mit Wasser aus einer Kanne, da auch der Umgang mit dem Schöpflöffel gelernt sein will.
Doch bevor wir ins Detail gehen, hier ein paar Grundlegende Regeln für den Ablauf und das Verhalten im Unterricht:
Beim Eintreten wird zunächst einmal der Lehrer (oder in unserem Fall die Lehrerin) mit einer traditionellen Verbeugung und bereitgelegten, geschlossenen Fächer begrüßt. Dazu kniet man auf den Boden, legt die Fingerspitzen vor sich auf die Tatamimatte und neigt die Stirn zu den Fingern. In der Regel von japanischen Begrüßungsfloskeln begleitet. Dabei ist zu beachten, dass im Tatamiraum stets weiße Socken zu tragen sind. Außerdem sind ernste Gespräche über z.B. Finanzen oder Politik während der Unterrichtszeit untersagt. Bei der Teezeremonie geht es immerhin um das Vergnügen.
Wie auch beim Eintreten der Schüler wird sich bei der Verabschiedung des Lehrers/der Lehrerin verbeugt. Dabei sitzt die Schülerschaft zusammen und bleibt in der Verbeugung, bis die Lehrerin den Raum, inklusive Vorkammer verlassen hat. Wer allerdings glaubt, er müsse mit dem Kopf auf der Matte kleben bleiben: Keine Sorge, in der Regel reicht es das Haupt gesenkt zu lassen.
Soweit zu den grundlegenden Regeln. Fahren wir fort mit ein paar Utensilien, die ich z.B. in der einfachsten Stufe der Zeremonie verwende.
Auf dem ersten Bild erkennt ihr ein kleines Täschchen, welches jeder Teilnehmer stets mit sich zu führen hat. Darin befindet sich ein Tuch, das für die Reinigung der Teeutensilien vor Ort verwendet wird. Außerdem der bereits angesprochene Fächer, der bei Begrüßung und Verabschiedung der Lehrerin vor sich, bei Teilnahme als Gast hinter sich abgelegt wird. Als Zubereitender hat dieser aber keine Funktion (vielleicht früher um das Feuer zu entfachen...?). Zusätzlich bekommt man als Gastgeber noch ein Stoffband umgebunden, der quasi den Obi des Kimonos ersetzt, der in der Zeremonie ursprünglich getragen wird. Serviert man allerdings nicht, sollte man das Band auch auf keinen Fall tragen.
Auf dem Bild darunter seht ihr den Aufbau, wie ich ihn bisher verwendete. Nach einer üblichen Verbeugung zum Gast hin, die dieser erwidert, wird erst das Tablett, dann das kleine Wasserbehältnis links unten im Bild herein getragen. Die dargebotenen Süßigkeiten, sowie die Kanne mit Wasser sollten zu dem Zeitpunkt bereits vorbereitet sein. Die Schale oder das Tablett mit den Süßigkeiten stehen dabei bereits vor dem Gast, der stets rechts oder gegenüber des Gastgebers platz nimmt. Auch hier gibt es je nach Rang und Zubereitung Variationen in den Sitzweisen, auf die ich aus Zeitmangel nicht weiter eingehen werde.
Im dritten Bild seht ihr den Aufbau des Tabletts nach der Reinigung mit dem oben gezeigten Tuch, bereit um den Tee aufzubrühen. Ich werde wie gesagt nicht auf alle Schritte, die bis dahin geführt haben eingehen. Aber es sei so viel gesagt: Jede Handbewegung hat einen genauen Ermessensrahmen und muss demnach präzise und in entsprechender Reihenfolge ausgeführt werden. Genau so verhält es sich mit den Gesprächen, die bis dahin gehalten werden. Im folgenden möchte ich euch eine kleine Übersicht der Namen der Utensilien, sowie den groben Ablauf der Gespräche erläutern:

Tuch zum Reinigen Fukusa お帛紗
Teelöffel Tchaschaku お茶杓
Teedose Natsume お棗
Teebesen Tchasen お茶筅
Teeschale Tchawan お茶碗
Fächer Sensu お扇子

Wird der Teelöffel von der Teeschale genommen, bitte der Gastgeber den Gast seine Süßigkeit zu essen. Dafür legt dieser eine Süßigkeit auf ein eigen mitgebrachtes Papier, reinigt das Nimmbesteck mit einer Ecke dieses Papiers und reicht die Schale mit den Süßigkeiten weiter an den linken Nachbarn. Ist der Tee fertig zubereitet, begibt sich der Gast auf den Knien rutschend soweit zur Teeschale, dass er sie mit der rechten Hand greifen kann und bringt sie Stück für Stück zurück, bis sie vor ihm steht. Nun bedankt man sich beim Gastgeber für den Tee, dreht die Schale mit drei Handgriffen um 270° und trink den Tee. Danach wird die Teeschale betrachtet und deren Verarbeitung wertgeschätzt. Falls mehr als nur Gast anwesend ist, wird der Tee nicht komplett getrunken, sodass er erneut weiter gegeben werden kann. Ist der Tee getrunken, wird erneut zum Zubereiter zurück gerobbt und die Teeschale wieder um 180° gedreht. Ist der Gast am eigenen Platz angekommen, bittet er den Gastgeber mit der Reinigung zu beginnen. Nach dessen Erwiderung, eben dieses zu tun werden die Utensilien zurück in ihre Ausgangsposition (Bild 2) gebracht. Die Gäste dürfen sich natürlich untereinander unterhalten.
In meinem Fall kommt es dazu nicht, aber bei den komplizierteren Abläufen wird nun auch noch nach Hersteller, Muster und Verarbeitung der Utensilien gefragt. Bis ich dazu komme, muss ich wohl noch einen ganzen Batzen Vokabeln lernen, da die Gespräche obendrein in der höchsten Höflichkeitssprache gehalten werden. Damit haben idR sogar Japaner im Alltag ihre lieben Probleme, also fragt gar nicht, wie das bei mir klingt.
So, habe ich noch etwas vergessen? Bestimmt, denn diese Zeremonien sind wirklich unglaublich detailreich und gleichen eher Ritualen als einem Nachmittagsteechen. Zugegeben, macht das aber ihren Spaß aus: Man muss sich zwar sehr konzentrieren, gleichzeitig ist es auch eine sehr beruhigende Tätigkeit.
Zum Ausgleich arbeite ich zweimal die Woche in einer Bar, da schenke ich dann etwas schneller Getränke aus. ;)
Wenn ihr noch Fragen zum Ablauf oder ähnliches habt: Immer her damit, ich würde mich sehr freuen!

Ansonsten mein übliches Japan-Resümee: Man warnte uns, dass nach 3 bis 4 Monaten das Heimweh eintritt. Ich bin über diesen Punkt zeitlich schon etwas heraus und fühle mich so wohl wie nie. Ich kann mir momentan gar nicht vorstellen wieder zurück nach Deutschland zu müssen, nicht nur weil das Unipensum dort ungefähr das dreifache umfasst. Die Menschen, die Uni, die Arbeit, das Leben... Es macht mir unglaublich viel Spaß und ich bin so froh, dass ich diese Chance erhalten habe. Ich hoffe auch im nächsten Jahr das Beste daraus machen zu können.
In diesem Sinne wünsche ich auch euch noch ein paar entspannte Resttage in diesem Jahr bevor es mit Vollgas mit 2017 weitergeht!
Ich hoffe ihr hattet ein bisschen Spaß an diesem Post und bleibt mir auch im nächsten Jahr als Leser und Freunde erhalten. Ich werde die letzten Tage des Jahres in Tokyo verbringen und mich dann wohl im nächsten Jahr wieder bei euch melden,
Bis demnächst!

Mittwoch, 21. Dezember 2016

A little bit more eyeshadow, a little less self-esteem.

Nabend meine Lieben,
Ich hoffe es geht euch gut und ihr lasst euch von diversen nahenden Großereignissen dieses Jahr nicht aus der Ruhe bringen. Das selbe gilt natürlich für die Anschläge in Berlin, über die ich hier kein weiteres Wort verlieren möchte, als dass ich allen Betroffenen und Angehörigen mein herzlichstes Beileid ausspreche. Warten wir, was die Ermittlungen ergeben bevor das Geschrei wieder los geht.
Ich hatte euch zuvor einen Post zur Teezeremonie versprochen, der auch definitiv noch bis Ende des Jahres kommt, zuvor möchte ich euch aber noch mit einen meiner ewig-gleichen AMU's langweilen. Es ist mir ein Vergnügen. ;)
Ich habe mich mal ganz von der nicht vorhandenen Weihnachsstimmung im fernen Japan inspirieren lassen (to be fair: Man versucht es wirklich. Aber ich war eh nie der größte Weihnachtsfan) und zu den Klassikern in Rot und Gold gegriffen. Und meinem obligatorischen schiefen Liner.
Etwas Bindehautentzündung, etwas Schimmer: Here we go!
Okay, ich schwöre, so schlimm finde ich den Look gar nicht, ansonsten würde ich ihn euch nicht zeigen. Aber ab und an kann man an sich selber kein gutes Haar lassen (die sind eh alle trocken und tot...), kennt ihr das?
In der Zwischenzeit tanze ich ein bisschen im Sitzen zu Fall Out Boy. Man kennt das.
Es tut mir wirklich Leid für diese redselige Laune. Kommen wir zurück zum Look. Wenn ihr euch wundert wieso ich so speckig aussehe: Ich trage bis auf etwas Concealer und Puder unterm Auge, um die Nase und Kinn keine Foundation. Dafür dreifach Highlighter. Sicher ist sicher.
Auf den Augen trage ich eine wilde Mischung aus MAC Lidschatten. Ich meine mich an Blanc Type (the usual), Texture, Nylon, Deep Damson und Cranberry erinnern zu können. Der Goldton (sorry für die Lüge, ich würde keinen besitzen) ist Kathleenlights von Colour Pop.
Sehen meine Brauen etwas komisch aus oder kommt nur mir das so vor? Ansonsten hat sich in meinem Gesicht nicht viel geändert: Ich trage False Lashes, Becca Moonstone und NARS Laguna Bronzer. Auf die Lippen durfte Lime Crime Bleached hüpfen. Ich muss gestehen: Ich liebe die Nudefarben von Lime Crime. Texturmässig ist Jeffree Star für mich immer noch die Nummer 1, aber diese Farben sowie deren Haltbarkeit ist einfach der Hit.
Seht ihr den Tunnel? Das Ding habe ich mir am Wochenende im selben Geschäft gekauft, in dem ich vor drei Jahren meinen anderen Lieblingstunnel fürs rechte Ohr gekauft habe. Dafür dass mein Orientierungssinn schlecht wie kein zweiter ist, finde ich mich in Japan erstaunlich gut zurecht. Vielleicht die reichhaltige Ernährung (nein ohne Witz, ich werde hier echt fett)?

So, jetzt ist aber auch mal gut. Ich weiß gar nicht, was ich mit dieser Laune anfangen soll. Mir geht es de facto ziemlich gut aber anscheinend scheint mein Unterbewusstsein mir irgendwas mitteilen zu wollen? Oh, idea! Schlafen! Schlafen ist immer gut, vor allem wenn man bis in die Nacht rein arbeitet, oder? Klingt vernünftig. Ja, ich denke schon. Ich glaube ich sollte diesen Gedanken in die Tat umsetzen.
Wer es bis hier hin ausgehalten hat: Mein herzliches Beileid und danke. Ich gelobe Besserung und einen angemessenen, zusammenhängenden Text in meinem nächsten Post!
Tüdelüü und
Bis demnächst!

Donnerstag, 15. Dezember 2016

It's so fluffy!

Tatatataaaa! Endlich sind sie da und endlich kann ich sie euch vorstellen: Meine aller erste Pinselbestellung bei Hakuhodo. Ja, ich lasse es absichtlich so klingen, als wäre das nicht die letzte, denn schon nach einer Woche kann ich euch sagen: Es handelt sich hier um gut investiert, sehr sehr flauschiges Geld. Und das für Pinsel, die beim momentanen Wechselkurs gerade mal knapp über Zoeva-Preisen sind.
Nicht, dass ich Zoeva, MAC, Ebelin oder ähnliches schlecht reden will, aber lasst mich genau das sagen, was auch ich schon zu Hauf zu hören bekommen hatte: Man lernt den Unterscheid zu schätzen, wenn man sie einmal benutzt hat! Die meisten dieser Pinsel sind aus 100% Ziegenhaar und wären damit theoretisch mit MAC vergleichbar, wären sie nicht preisweiter und zeitgleich qualitativ hochwertiger.
Jetzt rede ich die ganze Zeit von guten Preisen und habe euch noch gar nicht gesagt, was ich letztendlich für die sieben Pinsel hingeblättert habe. Gleich einmal vorweg: Einer dieser Pinsel macht bereits knapp 50% des Gesamtpreises aus, ist aber auch noch einmal eine ganz andere Kategorie was Haar und Qualität angeht! ;) Ebenso sei gesagt, dass ich weder Zoll noch Versand für die Bestellung innerhalb Japans zahle.
So, Butter bei die Fische: Die Bestellung hat mich insgesamt 207€ gekostet, wobei die Augenpinsel (je nach Wechselkurs!) jeweils zwischen 10€ und 14€ gekostet haben. Am teuersten war der B5519, ein Puderpinsel aus blauem Eichhörnchenhaar, der mich angenehme 99€ gekostet hat. Ja, ihr dürft die Kirche im Dorf lassen und die Oma vom Dach holen. Das ist kein Schnäppchen. Das ist aber auch der hochwertigste, weichste, flauschigste Pinsel, den ich je in meinem Leben gesehen und besessen habe. Gnädiger Weise darf man sich dafür die Stillänge (SM, SL, SS), sowie die Farbe (Bk, Sh, Si, Wh) aussuchen. Auf die genauen Qualitäten jedes Pinsels, sowie deren Preise gehe ich gerne im Folgenden ein.
Die silberne Box ist übrigens die, in der ich die Schätzchen erhalten habe. Zuvor eingepackt in einem orangenen Papier. Darin noch einmal doppelt in Plastik umwickelt und eingeschweißt. Japan setzt sich so für die Verringerung von übermässiger Verpackung ein, sind in diesem Gebiet aber stets die Kirsche auf dem Eisbecher. Sogar Kaugummi wird jeweils einzeln verpackt um immer ein Papier zu haben, in das man es nachher wieder hineintun kann. Nur so, falls das jemanden interessiert.
Zurück zum Thema also. Drei Pinsel habe ich mir fürs Gesicht bestellt, wobei ich gut und gerne behaupte, dass es sich hier um Exemplare handelt, die in meiner Sammlung sträflich vermisst wurden. Ich besitze momentan nämlich nur einen Rougepinsel (Tom Ford 06), einen Synthetik-Puderpinsel von Too Faced, der in Grausamkeit kaum zu übertreffen ist und eine Fan-Brush misste ich zuvor komplett.
Der B5519 ist wie bereits erwähnt ein abgeflachter Puderpinsel aus blauem Eichhörnchenhaar. Das Haar ist sehr weich, aber trotzdem dicht und stabil. Puder wird dabei sehr leicht aufgenommen und regelrecht ins Gesicht gebuffed. Im japanischen Onlineshop kostet der Pinsel 11.880¥.
Der J210 ist ein runder Rougepinsel aus 100% Ziegenhaar, dabei sind die Haare qualitativ deutlich hochwertiger als bei z.B. bei MAC und dadurch deutlich weicher. Der Pinsel ist sehr dicht gebunden und kann durchaus ordentlich Farbe auftragen, verblendet durch die runde Form aber herrlich angenehm. Mit 4.536¥  war er der zweitteuerste Pinsel.
Eine relativ spontane Entscheidung war der Kauf des J4004, ein Fächerpinsel aus ebenfalls 100% Ziegenhaar. Die Entscheidung wurde eventuell leicht vom Highlighterwahnsinn auf Youtube beeinflusst, macht mich deswegen aber kein bisschen weniger glücklich. Der Pinsel ist herrlich weich und trägt Highlighter auf wie Nichts. Wobei man wohl eher sagen müsste wie eine Diskokugel, denn das geht damit hervorragend. Für 2.268¥  durchaus bezahlbar und jeden "Sweep" wert. ;)
Meine persönliche Königsdisziplin der Zickigkeit sind Augenpinsel. Und das heißt nicht einmal, dass sie besonders hochpreisig sein müssen (selber essence Pinsel in Benutzung seit 6 Jahren!), sondern dass buchstäblicher nicht jede Form aufs Auge passt. Demnach habe ich eher kleine Augen und kann mit großen Blendern einfach nicht viel anfangen. Deswegen ging mein Einkauf in die komplett andere Richtung.
Für mich stand direkt fest, dass der J5523 aka MAC 217-Dupe bei mir einziehen musste. Ich liebe mochte die MAC-Version wirklich gerne, wiederhole mich aber umso lieber wenn ich sage: Es ist nicht vergleichbar. Obwohl beide Pinsel aus Ziegenhaar bestehen und die Kopfform wirklich sehr vergleichbar ist, liegen in der Performance Welten dazwischen. Na vielleicht nicht Welten, aber zumindest der Pazifik. Und dabei kostet die Hakuhodo-Version bei aktuellem Wechselkurs gerade einmal die Hälfte. Der J5523 ist sehr viel weicher und verteilt Lidschatten auch etwas gleichmässiger, so mein Eindruck. Natürlich auch nach dem ersten Waschen! Bis dato hat übrigens keiner der Kandidaten merklich Federn/Fell gelassen. Für gerade mal 1.620¥ bekommt ihr dieses Schätzchen.
Die nächsten drei Kandidaten sind allesamt zur Präzision am Auge gedacht, da es mir da in letzter Zeit deutlich mangelte. Der J146 ist ein Creasepinsel aus ebenfalls Ziegenhaar und eignet sich hervorragend für das Abdunkeln eben jener. Er sieht zwar wenig vielversprechend aus, erledigt seinen Job allerdings sehr akkurat und weich. Er kostete mich 1.512¥.
Der B533 ist aus Pferdehaar und wird von mir in der Crease oder am unteren Wimpernkranz verwendet. Er sieht nicht sehr weich aus, lässt sich aber sehr angenehm handhaben und bringt gut Farbe aufs Auge. Für 1.620¥  ein richtiges Powerstück.
Als letztes habe ich mir ein kleines Baby bestellt. Der G5515 sieht nicht nur so aus, als würde ich ihn innerhalb von 5 Minuten in meiner Wohnung verlieren, sondern scheint sein Geld auch wenig wert. Er besteht ebenfalls aus Pferdehaar und ist für die präzisesten Details am Auge gedacht. Da ich gerade an diesen in der Vergangenheit immer wieder gescheitert bin, dachte ich mir es wäre Zeit für einen Profi. Das kleine Ding hat mich 1.296¥  gekostet und ist meiner Meinung nach jedes Haar wert.

Als letztes möchte ich euch noch ein paar Links da lassen, die mir vor meiner Bestellung als Referenz gedient haben um zu vergleichen, zu überlegen und letztendlich meine persönliche Shopping-Liste zusammen zu stellen. Wer sich weiter mit japanischen Pinseln beschäftigen möchte ist bei diesen Damen definitiv an der richtigen Adresse und findet darüber hinaus auch noch zahlreiche Vergleiche zu anderen Pinselmarken, die ich hier nicht angeführt habe!
Anonymiss, Pinselfavoriten
Carina, Hakuhodo Einführung, Sammlung Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4
Magi, Vergleich von Blendepinseln
Karimas Starter Kit für japanische Pinsel

Auch wenn die Pinsel idR preiswerter sind als z.B. MAC, lohnt es sich dennoch sich genauestens zu informieren und vor allem im Kopf zu behalten, was die eigenen Präferenzen sind! Der J5522, der von vielen gelobt wird, wäre mir z.B. zu groß. Bei Puderpinseln bevorzuge ich eben die etwas abgeflachtere Version, wie den B5519. Magi ist meines Wissens aber großer Fan von Kabukis, mit denen ich herzlich wenig anfangen kann.
Es gibt hier in Japan natürlich auch Stores, die sind häufig aber ziemlich vergriffen. Mal abgesehen davon zahle ich wie bereits erwähnt weder Versand noch Zoll, was eine Bestellung im Internet für mich nur um so attraktiver macht. Mit der Bestellung aus der USA, bzw. der Verschiffung nach Deutschland aus Japan kenne ich mich leider nicht aus, weswegen ich da auf die gelisteten Damen über mir hinweisen würde.

Noch eine Frage zum Schluss (jetzt aber wirklich!): Ich hatte euch ja jetzt eine Weile mehr keinen Post mehr zu Japan selber geschrieben, würde aber eventuell gerne etwas über traditionelle Teezeremonie schreiben, da ich seit Anfang des Monats einen Universitätsclub dazu besuche. Sofern ich die Erlaubnis bekomme ein paar Fotos zu schießen, wäre das bestimmt sehr interessant. Ich durfte gestern zum ersten Mal selber Tee ausschütten und Gott, ich war aufgeregt. Es hat alles ganz gut geklappt, bis ich mit dem Tablett wieder aufstehen sollte und mir leider die Füße eingeschlafen waren. Sie tun immerhin nicht mehr weh, jetzt verlieren sie direkt jegliches Gefühl. Es sind die kleinen Dinge. ;)
Aber gut, schreibt mir doch gerne ob das in irgendeiner Weise interessant für euch wäre und bitte teilt mir auch eure Meinung zu den Pinseln mit!
Ansonsten wünsche ich euch eine schöne Restwoche und hoffe ihr schafft noch die letzten Meter bis nach Weihnachten,
Bis demnächst!

Montag, 12. Dezember 2016

More Love For Me

Nabend ihr Lieben,
Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr friert nicht allzu sehr in good-old-Germany! ;)
In Japan haben wir immer noch angenehme 10 Grad, wobei der Wind schon ordentlich weht so nah am Meer. Höchste Zeit sich mit Katzenpullis einzudecken und pinke Puschelsocken zu tragen.
Während ich dieser Art von Vorbereitung nachgehe, präsentiere ich euch in der Zwischenzeit das neuste Mitglied meiner Melt-Familie: das Love Sick Stack hat es nach längerer Überlegung dann auch noch in meine Sammlung geschafft und fühlt sich pudelwohl neben seinen Geschwistern.
Bei diesem Stack habe ich tatsächlich lange überlegt, da mir Promiscuous so gar nicht zusagte und ich sowohl für Love Sick, als auch für Amelie Dupes daheim habe. Weswegen ich es mir dann doch gekauft habe, war zum einen der Sale von 30% Schuld, als auch meine Liebe für Rottöne und für Fixated. Gleich vorweg: Ich bereue den Kauf nicht! Ich bin sogar sehr happy damit, da die Lidschatten die gewohnte Melt-Qualität aufweisen, auch wenn Love Sick wie auch Enigma aus dem Dark Matter Stack etwas trockener ist in der Textur. Ich habe mit Versand rund 43€, die Lidschatten fassen wie üblich jeweils 3,57g. Das ist immer noch ein stolzer Preis, trotz großer Menge pro Lidschatten, weswegen ich vollkommen verstehen kann, wenn man sich diese Stacks nicht zulegt. Ich muss aber zugeben, dass sich die Lidschattenformulierung von Melt zu meinem Favoriten im Alltag gemausert hat und ich vor allem das Dark Matter als auch das Rust Stack nicht mehr missen möchte. In all dieser matten Neutralität fügen sich das Love Sick und Gun Metal Stack tatsächlich sehr schön ein. Ob ich jetzt noch das Radioactive Stack brauche, überlege ich mir noch. ;)
Love Sick, Amelie, Fixated, Promiscuous
Love Sick, Enigma // Amelie, Sugarpill Kitten Parade // Fixated, Assimilate // Promiscuous, Urban Decay Urban
Zum Vergleich habe ich euch auch noch einmal zwei Vergleiche zu Love Sick und Fixated aus den anderen Stacks geswatcht, sowie ausgeschriebene Dupes zu Amelie und Promiscuous (ich schwöre, ich muss jedes Mal nachlesen wie man diesen Namen buchstabiert, geschweige denn ausspricht...). Ich denke aber schon, die Farben sind jeweils genügend von einander entfernt um den Besitz des Love Sick Stacks zu rechtfertigen, oder (jeder der was anderes sagt wird getreten)?
Als letztes habe ich euch noch einen Look mit dem Dark Matter und Love Sick Stack in Kombi geschminkt. Promiscuous als mein wahr gewordener Albtraum aus Lila und schimmernd-changierend gefällt mir in Kombi mit Love Sick erstaunlich gut. Und die Kontaktlinsen retten es vielleicht auch ein bisschen.
Auf den Lippen trage ich übrigens Libra von Black Moon Cosmetics.
Sofern das okay ist, würde ich diesen Look in das momentane Lidschatten 1x1 von Talasia einfügen. Dabei geht es dieses Mal um Lila und Gold und das, was wir heute zu sehen bekommen ist wohl das nächste, was ich zu dieser Kombination beizutragen habe. Unteranderem auch, weil ich bis auf Amelie kein wirkliches Gold mehr besitze.
Außerdem verweise ich noch schnell auf die Reviews zum Stack bei Goldie und Carina, falls ihr noch mehr Fotos und Looks dazu lesen wollt!
Und damit verabschiede ich mich von euch. Bei mir ist nämlich schon wieder Montagmorgen und die Wäsche wartet (die Freuden das alleine-Wohnens).
In diesem Sinne wünsche ich euch einen gelungenen Start in die Woche,
Bis demnächst!

Sonntag, 4. Dezember 2016

About resting and rusting.

Nabend die Damen,
Man könnte sagen, heute gibt es the usual: Melt Rust Stack, forever in Love. Ich gebe zu, ich komme mir etwas langweilig vor, aber ich liebe diese Lidschatten so sehr, dass ich meine Liebe einfach gerne mit euch teilen möchte. Und meine geliebten grünen Circle Lenses sind natürlich auch wieder dabei. Damit es aber nicht ganz soooo~ langweilig wird, durfte der Glitter Tootsie von Lit auch noch mitspielen, passt er nicht nahe zu perfekt zum Stack?
Hachje, dafür, dass dieser Look einfach so verdammt simpel ist, habe ich mich heute sehr sehr glücklich damit gefühlt und habe zugeben mehr als nötig in den Spiegel geguckt, ihr kennt das. c;
Natürlich interessiert mich auch eure Meinung zum Look, von daher dürft ihr diesen nun in nah und fern begutachten (ich, die Großzügigkeit...).
Ich habe tatsächlich alle Farben des Stacks benutzt und im Verlauf von Lidmitte nach außen aufgebaut. As easy as it can get, würde ich behaupten.
Auf den Wangen habe ich btw. NARS Laguna Bronzer sowie Becca Champagne Pop und Prosecco Pop gemischt. Auf den Lippen trage ich Jeffree Star Mannequin.
Sehr viel mehr habe ich zu dem Look auch schon wieder nicht zu erzählen, außer dass ich euch dringend empfehle euch das Rust Stack zu kaufen. Also so wirklich dringend. Wahrscheinlich hat jeder von euch schon ähnliche Farben in der Sammlung, ich persönliche möchte aber vor allem Antique und Rubbish nicht mehr missen. Wie auch das Dark Matter Stack, sind diese Farben absolute No-Brainer (meine Güte, so viel Denglish heute) und werden von mir bevorzugt im Halbschlaf verwendet. Meditatives Blenden kann ich, auch wenns nicht nötig wäre.
Ansonsten gibt es nichts spannendes zu berichten, glaube ich. Deswegen entlasse ich euch in den Sonntag und würde mich freuen, wenn ihr mir mitteilt was ihr von diesem Look haltet.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in die Woche,
Bis demnächst!